Donnerstag, 10. April 2014

Arbeitsbedingter Stress – Kampagne der EU-OSHA fordert Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur gemeinsamen Bekämpfung auf

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat heute in Brüssel die europaweite Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“ gestartet, die über zwei Jahre laufen wird. Die Verbreitung von arbeitsbedingtem Stress in Europa ist besorgniserregend. Die aktuelle Gesamteuropäische Meinungsumfrage zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit der EU-OSHA hat ergeben, dass 51 % der Arbeitnehmer der Meinung sind, Fälle von arbeitsbedingtem Stress seien an ihrem Arbeitsplatz häufig. 4 von 10 Arbeitnehmern geben außerdem an, die Verringerung von arbeitsbedingtem Stress werde an ihrem Arbeitsplatz nicht gut gehandhabt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können jedoch gemeinsam erfolgreich arbeitsbedingten Stress und psychosoziale Risiken bewältigen und verhindern. Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ unterstützt Unternehmen bei diesem Vorhaben.

Freitag, 4. April 2014

Fachportal Innenraumluft geht online



Pressemitteilung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

04.04.2014 Das neue Fachportal Innenraumluft informiert ab sofort auf www.innenraumluft.nrw.de über den Umgang mit Luftbelastungen in Innenräumen und gibt wichtige Tipps für ein gesundes Raumklima. 

Eine schlechte beziehungsweise belastete Innenraumluft oder unangenehme Gerüche stören das Wohlbefinden, sie verringern die Leistungsfähigkeit und können die Gesundheit beeinträchtigen. Oft sind dafür Schadstoffe aus Baumaterialien, Möbeln oder Farben die Ursache. 

Darüber hinaus können auch falsches Lüften oder Reinigen das Raumklima belasten. „Eine gesunde Innenraumluft ist wichtig für die persönliche Lebensqualität. Deshalb gilt es Belastungen mit Schadstoffen aufzuspüren und sie zu beseitigen, damit niemand gesundheitsschädigenden Einflüssen ausgesetzt wird. Der Schutz der Kinder ist uns dabei besonders wichtig“, erklärte Umweltminister Johannes Remmel zum Start des neuen Portals.

Mittwoch, 26. März 2014

Ihre Stimme zählt!

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) führt eine Umfrage durch, um Feedback zu ihren Aktivitäten und den erzielten Ergebnissen zu erhalten. 

Bitte helfen Sie dabei und füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus. Die Beantwortung der Fragen wird maximal 15 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Die Umfrage wird im Auftrag der EU-OSHA von einem britischen Marktforschungsinstitut, dem Institute for Employment Studies (IES), durchgeführt.

Die Umfrage kann in allen offiziellen Sprachen der EU sowie auf Isländisch und Norwegisch ausgefüllt werden. Bitte teilen Sie OSHA mit, was Sie von den Kampagnen, Publikationen, sowie der OSHA-Website und Informationspolitik halten.
 
Klicken Sie hier, um die Umfrage zu starten.

Vielen Dank!


Freitag, 21. März 2014

Aktuell: Atypische Beschäftigung ist geschlechtspezifisch



BAuA veröffentlicht neuen SuGA-Bericht mit Daten aus 2012

Dortmund - Zwar sind beide arbeitenden Geschlechter von prekären Beschäftigungsverhältnissen betroffen, aber Statistiken decken deutliche Unterschiede bei Mann und Frau auf. 

So sind 71 Prozent der in Zeitarbeit Beschäftigten Männer, während Teilzeitarbeit mit einem Anteil von 86 Prozent von den Frauen dominiert wird. 

Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" (SuGA) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), den die BAuA jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt. Der Bericht gibt einen statistischen Überblick über die Arbeitswelt, die Arbeitsbedingungen und den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Schwerpunkt des SuGA-Berichts 2012 ist die "Atypische Beschäftigung". Dazu zählen Teilzeit-Beschäftigte mit maximal 20 Wochenstunden, geringfügig und befristet Beschäftigte sowie Zeitarbeitnehmer - auch Solo-Selbständige und Schichtdienstarbeitende. 

Dass die atypische Erwerbstätigengruppe ein wichtiger Bestandteil der Arbeitswelt ist, zeigen die Zahlen: Von etwa 40 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland sind rund 36 Millionen den Kernerwerbstätigen zuzuordnen - das heißt Erwerbstätige zwischen 15 und 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder im Wehr- oder Freiwilligendienst befinden.

Link: www.baua.de/dok/4747830


Donnerstag, 13. Februar 2014

Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung



Psychophysiologische Untersuchung zur Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen

Multitaskinganforderungen sind ein wesentliches Merkmal der modernen Arbeitswelt. In einem experimentellen Doppelaufgabendesign wurde untersucht, ob im Gehirn eine simultane Verarbeitung von zwei aufmerksamkeitsintensiven Prozessen möglich ist.
Gesunde Probanden bearbeiteten zeitgleich eine Computeraufgabe (visuell-motorische Flankeraufgabe) und eine auditiv-verbale Entscheidungsaufgabe. Mit der psychophysiologischen Methode der Elektroenzephalographie (EEG) wurden Parameter hirnelektrischer Aktivität ausgewertet.
Zwei wesentliche Forschungsfragen waren von Interesse:

1. Sind multitaskingbedingte Reaktionsveränderungen durch Indikatoren der bioelektrischen Hirnaktivität zu objektivieren?
 2. Kann während der PC-Arbeit eine effiziente Fehlerdetektion und -verarbeitung gewährleistet werden, wenn zugleich Inhalte gesprochener Sprache zu verarbeiten sind?

Zur Bestimmung altersabhängiger Effekte wurden zwei Altersgruppen erwerbsfähiger Population untersucht (20- bis 35-Jährige und 50- bis 60-Jährige).

Neben Verhaltensdaten (Reaktionszeiten, Fehlerraten und fehlerbedingter Reaktionsverzögerung, sog. "Post-error slowing") wurden Komponenten Ereigniskorrelierter Potentiale (EKP) ausgewertet, die die semantische Analyse und die Fehlerverarbeitung auf der Gehirnebene widerspiegeln (Ne/ERN, Pe, N400).
In der Flankeraufgabe nahmen die Fehlerraten zu und die Reaktionszeiten verkürzten sich, wenn zusätzlich sprachliche Inhalte verarbeitet werden sollten. Fehlerhafte Reaktionen gingen nicht nur mit verspäteten Antworten in der semantischen Entscheidungsaufgabe einher, sondern verzögerten die N400 Peak-Latenz um mehr als 400 ms. Das Post-error slowing war nur in der Einzelaufgabenbedingung zu verzeichnen und fehlte in der Multitaskingbedingung. Die Ne/ERN und Pe-Amplituden zeigen gegenläufige Effekte beim Multitasking: Während die Ne/ERN-Amplituden zunahmen, sanken die Pe-Amplituden.

Insgesamt zeigten sich deutliche Interferenzen bei paralleler Aufgabenbearbeitung. Diese beeinträchtigen nicht nur die Aufgabenausführung, sondern veränderten auch Prozesse der Fehlerverarbeitung.  Link zum Bericht

Quelle: BAuA Pressemitteilung 2014

Freitag, 7. Februar 2014

Ungerechte Bezahlung macht krank

Online-Artikel aus Böckler Impuls 1/2014

Ungerechte Bezahlung macht nicht nur unzufrieden, sondern auch krank. Das zeigen Reinhard Schunck, Carsten Sauer und Peter Valet in einer empirischen Studie. Für ihre Untersuchung haben die Soziologen von der Universität Bielefeld Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet. Sie finden "deutliche Hinweise auf eine Verschlechterung des subjektiv wahrgenommenen Gesundheitszustands, wenn das Erwerbseinkommen als zu niedrig wahrgenommen wird". Besonders gefährdet sind der Analyse zufolge gering qualifizierte Beschäftigte.

Was als angemessenes Einkommen betrachtet wird, sei in der Regel kontextabhängig, schreiben die Wissenschaftler. Beschäftigte vergleichen demnach ihre Leistung und Vergütung mit denen von Kollegen oder Partnern und orientieren sich an den üblichen Löhnen in ihrem Beruf. Wenn sie eine Diskrepanz feststellen, erleben sie eine "soziale Gratifikationskrise". Die Folge: Stressreaktionen. Diese Reaktionen wiederum, so die Theorie, erhöhen die Wahrscheinlichkeit von seelischen und körperlichen Erkrankungen.
Weitere Informationen auf den Internetseiten der Hans Böckler Stiftung. Dort kann der Artikel als PDF heruntergeladen werden.
Quelle/Urheber: HBS/ergoRed

Samstag, 12. Oktober 2013

Telearbeit erfolgreich gestalten





Die Verwaltungs Berufsgenossenschaft (VBG), informiert zu Rahmenbedingungen der Arbeit im Homeoffice!

Immer mehr Unternehmen setzen auf Telearbeit, um ihren Beschäftigten eine höhere Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeiten zu ermöglichen. Welche Rahmenbedingungen bei der Einrichtung und Nutzung eines Telearbeitsplatzes zu berücksichtigen sind, darüber berichtet der Sicherheitsreport, das Mitgliedermagazin der VBG. 

Wichtige Aspekte, die vor einem Wechsel in Telearbeit bedacht werden müssen, sind die konkrete arbeitsvertragliche Gestaltung des Homeoffice sowie Fragen rund um Kostenerstattungen durch den Arbeitgeber und die Haftung des Telearbeitnehmers. „Der Arbeitgeber garantiert sichere und gesunde Arbeitsverhältnisse – auch am Telearbeitsplatz“, betont Dr. Peter Schäfer, Präventionsexperte der VBG. „Wir empfehlen daher, wichtige Rahmenbedingungen für Arbeitssicherheit, Datenschutz und ein Zutrittsrecht in einer Betriebsvereinbarung festzuhalten.“

Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht für Telearbeitnehmer im häuslichen Arbeitsbereich – zum Beispiel, wenn man im Arbeitszimmer oder am festen Arbeitsplatz über das Druckerkabel stolpert.

Weitere Informationen rund um das Thema Arbeiten im Homeoffice liefert die Infobroschüre „Telearbeit – Gesundheit, Gestaltung,Recht“